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Bericht BW Aktive und U20

Eine überragende Leistung, ein paar ordentliche und einige leicht enttäuschende Ergebnisse – so dürfte ein kurzes Statement die BW-Meisterschaften der Aktiven und U20 aus unserer Sicht lauten.

Das absolute Highlight war die Leistungssteigerung von Julia Bakker (Denzlingen) im 400m-Lauf der Frauen um mehr als eine Sekunde auf die neue PB von 56,49sec. Die Sportstudentin, die noch der U23 angehört wurde damit – im Fotofinish knapp von M. Gollnow geschlagen – starke Bronzemedaillengewinnerin. Die Freude war entsprechend groß – bei Julia und Ihrem Coach Johannes Eisele gleichermaßen.

Kurzsprinterin Lisa Federer schlug sich über 100m und 200m ordentlich – wobei der 200m-Lauf immer mehr zum Steckenpferd der Denzlingerin wird. Platz 10 und im Bereich der eigenen PB gelaufen würde der Betrachter der Ergebnisliste denken. Die Rahmenbedingungen (eine einstündige Unterbrechung der Meisterschaften unmittelbar vor den 200m-Läufen, verbunden mit langer Ungewissheit und erneuter Erwärmung, dazu die regennasse Laufbahn) machten eine besser Zeit am Sonntag leider unmöglich. Die 100m am Samstag absolvierte die Sprinterin aus der Trainingsgruppe von Johannes Eisele in 12,74sec, womit sie nicht ganz zufrieden war.

Die 800m der weiblichen Jugend U20 sahen mit der Denzlingerin Hannah Tebartz van Elst und Eva Bartmann aus Emmendingen gleich zwei Läuferinnen im LC-Trikot an der Startlinie. Im langsameren ersten Zeitendlauf konnte sich die U18-Läuferin aus der Trainingsgruppe von Hartmut Rufer auf eine neue Saisonbestleistung von 2:24,48min steigern. Im zweiten Zeitendlauf suchte dann die Abiturientin Ihr Heil in der Flucht und übernahm nach dem Start die Führung des Feldes. Die Vorzeichen standen allerdings ungünstig, hatte doch an den beiden Tagen zuvor doch die Sporteingangsprüfung an der Uni Freiburg und die intensive Vorbereitung darauf die Konzentration und die Kräfte der derzeit schnellste Mittelstrecklerin Südbadens in Anspruch genommen. Nach den zuletzt starken Leistungen von Kirchzarten und Karlsruhe war Hannah in den Kreis der Titelfavoritinnen aufgerückt und wurde dementsprechend von den Konkurrentinnen an der Spitze nicht unterstützt – immerhin ging es ja um die Landesmeisterschaft. Ganz klassisch reichte die Kraft bis etwa 650m und dann wurde der mutigen Läuferin „der Stecker gezogen“ und sie von etlichen Läuferinnen abgekocht. Völlig entkräftet kam die von Johannes Eisele trainierte LC-Läuferin dann in 2:20,13min auf dem achten Platz ins Ziel. Den geplanten Staffelstart über 4x400m in der Frauenklasse am Sonntag strichen Athletin und Coach im Tausch mit einer ausgiebigen körperlichen und mentalen Regeneration.

Einziger männlicher Starter war Weitspringer Manuel Loskyll. Vor Wochenfrist in Emmendingen noch mit einer soliden Sprungserie um die 6,90m erfolgreich gewesen und nach einer guten Trainings- und Studienwoche ging der Denzlinger mit einem guten Gefühl in den Wettbewerb. Nur sieben Springer waren am Start – damit hatten automatisch alle 6 Sprünge zur Verfügung. Bei drehenden Winden hatten alle Springer mehr oder weniger zu Beginn Ihre Probleme mit der Anlaufgestaltung – so auch Manuel. Nach zwei Sicherheitssprüngen folgten vier ungültige, die alle durch bis dato ungekannte Schwächen in Anlauf und Absprungwinkel auffielen. Der letzte, leider um wenige Millimeter ungültige Sprung war dann wieder einer Richtung sieben Meter und ließ Athlet und Coach zumindest mit einen halbwegs positiven Eindruck aus dem Wettkampf gehen.

Über 3000m waren mit Anuschka Möller und Lea May ebenfalls zwei Denzlingerinnen am Start – die Frauenklasse und die weibliche Jugend U20 wurde hier gemeinsam gestartet. Beide Läuferinnen aus der Trainingsgruppe von Johannes Eisele hatten in den letzten Wochen gute Trainingswerte und Wettkampfresultate und sollte gemeinsame Sache machen. Leider waren die schwülen, drückenden Bedingungen nicht ideal für die längere Mittelstrecke und dies bekamen auch die beiden LC’lerinnen zu spüren. Nach einem gut getimten ersten Kilometer folgte leider ein starker Leistungsabfall auf dem zweiten und auch auf dem letzten Kilometer konnte beiden nicht signifikant zulegen. Die Medizinstudentin Möller lief in 10:58min zwar zu einer neuen persönlichen Bestleistung, war aber beim 5000er in Karlsruhe schneller unterwegs. May kam, durch einen Allergierückfall beeinträchtigt, nach 11:13min ins Ziel. Beide können deutlich mehr und wollen das auch in den kommenden Rennen zeigen.

Die 4x100m-Sprintstaffel der weiblichen Jugend U20 kam leider nur einen Meter weit, das Quartett Marina Ehrler (Teningen), Lisa Federer, Regina Geiger und Annika Spiegelhalter (alle Denzlingen) wurde leider wegen Fehlstart disqualifiziert und wird bei den Süddeutschen Meisterschaften erneut versuchen die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu knacken.

Bericht: Johannes Eisele

Written by Admin on Dienstag Juni 7, 2016
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